Auszeichnung „UN-Dekade Biologische Vielfalt“ für das WILA Bonn Projekt „Natur in graue Zonen“

Foto:v.l. Dr. Anke Valentin, Birgit Netz, Dr. Ralf Krumpholz, Michaela Shields, Manfred Berns

Das Projekt „Natur in graue Zonen“ des Wissenschaftsladen Bonn e.V. (WILA Bonn) ist als offizielles Projekt der UN-Dekade Biologische Vielfalt ausgezeichnet worden. Ziel des Projekts ist es, in den Pilotstädten Duisburg, Erfurt und Wiesloch innenstädtische Gewerbeflächen zu entsiegeln und sie naturnah zu begrünen. Die Ehrung wird an Projekte verliehen, die sich in nachahmenswerter Weise für die Erhaltung der biologischen Vielfalt einsetzen.

Städte grüner, lebenswerter und attraktiver zu machen, dafür setzt sich das Projekt „Natur in graue Zonen“ ein. Noch bis Frühjahr 2016 unterstützt der WILA Bonn Unternehmen in den drei Pilotkommunen bei der Planung und Umsetzung naturnaher Gestaltung ihrer Gewerbeflächen. Doch dafür müssen die Firmen etwas leisten: Sie verpflichten sich dazu, zumindest kleine Flächen zu entsiegeln. Das können Eingangs-, Pausen- oder Parkplatzbereiche sein. So sind bisher auf Firmengeländen Trockenmauern, Wildstaudenbeete, Wandbegrünungen, Feuchtbiotope und – wo es passt – auch wertvolle Totholzbereiche und Blumenkräuterrasen entstanden. Diese „Grünen Visitenkarten“ führen zu einer Attraktivitätssteigerung von Firmenflächen und bedeuten auch einen ökologischen, klimatischen und ästhetischen Mehrwert für die Kommunen und Bürger/innen.

„Die bisherige Rückmeldung der Unternehmen aus Duisburg, Erfurt und Wiesloch war mehr als nur positiv", berichtet die Projektverantwortliche Dr. Anke Valentin vom WILA Bonn. Die bepflanzten Flächen seien nicht nur ein Hingucker, sondern würden auch zu einer Pause im Grünen einladen und dazu beitragen, die ganze Stadt lebenswerter zu machen.

„Mit diesem vorbildlichen Projekt wird ein bedeutendes Zeichen für das Engagement für die biologische Vielfalt in Deutschland gesetzt“, so die Juror/innen des UN-Dekade-Wettbewerbs. Der Duisburger Umweltdezernent Dr. Ralf Krumpholz übergab dem WILA Bonn die Auszeichnung im Namen der Geschäftsstelle der UN-Dekade. Neben einer Urkunde und einem Auszeichnungsschild erhielt der WILA Bonn einen „Vielfalt-Baum“, der symbolisch für den bunten Reichtum und die einzigartige Schönheit der Natur steht, zu deren Erhaltung „Natur in graue Zonen“ einen wertvollen Beitrag leistet. 

Die Auszeichnung zum UN-Dekade-Projekt findet im Rahmen der Aktivitäten zur UN-Dekade Biologische Vielfalt statt, die von den Vereinten Nationen für den Zeitraum von 2011 bis 2020 ausgerufen wurde. Ziel der internationalen Dekade ist es, den weltweiten Rückgang der biologischen Vielfalt aufzuhalten. Die Auszeichnung dient als Qualitätssiegel und macht „Natur in graue Zonen“ zu einem Teil der weltweiten Strategie zum Erhalt der lebendigen Vielfalt. Das Projekt wird gefördert durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit sowie mit Mitteln der Stiftung Umwelt und Entwicklung NRW und der Stiftung Lebendige Stadt.