Heimische Pflanzen bedeuten Mehrwert für die biologische Vielfalt

Die biologische Vielfalt bildet eine wesentliche Grundlage für unser Wohlergehen. Ihr Verlust stellt neben dem Klimawandel eine der größten Herausforderungen unserer Gesellschaft dar. Es gibt nur noch wenige Refugien unverfälschter Natur. Zum Schutz und Erhalt der biologischen Vielfalt rückt daher immer öfter auch die Stadtlandschaft ins Blickfeld. Unsere Städte, und hier insbesondere die oft stark versiegelte Funktionsflächen, bieten ein großes Potenzial, durch Entsiegelung neuen Lebensraum und damit Spielraum für biologische Vielfalt zu schaffen. Selbst kleine Flächen mit heimischen Pflanzen und naturnahen Gestaltungselementen ästhetisch und ökologisch aufgewertet, bedeuten Nahrung und Lebensraum für eine vielfältige Tier- und Pflanzenwelt.

Warum heimisch?

Auch wenn nichtheimische Gewächse hin und wieder Futter für heimische Insekten anbieten, so versorgen unsere Wildpflanzen ein Vielfaches der Pflanzenfresser. Als Vogelfutter schneiden die hiesigen Gehölze 6-mal besser ab: die Früchte eines Wildstrauches ernähren im Schnitt 24 Vogelarten, die eines Exoten nur vier Vogelarten.

Pflanzliche Vielfalt sorgt für ein reiches Tierleben

Ein Beispiel kann die Königskerze sein. Sie bedeutet Nahrung für 90 Insektenarten: Schmetterlinge, Käfer, Fliegen etc.. Sie haben die Pflanze wie ein Wirtshaus unter sich aufgeteilt und nutzen unterschiedliche Bereiche. Als Nahrung dienen Blätter, Stängel, Knospe, Blüte und sogar die staubfreien Samen. 

      

Quelle: M.Pappler R.Witt, NaturErlebnisRäume, Verlag Kallmeyer, 2001