Projektinformationen

Ziel von 'Natur in graue Zonen' ist es, die Spielräume biologischer Vielfalt im urbanen Raum zu entdecken. 

„Natur in graue Zonen“ bringen, unter dem Motto hat der Wissenschaftsladen Bonn e. V. eine Kampagne zur Entsiegelung und naturnahen Begrünung innerstädtischer Gewerbeflächen in drei Modellstädten (Wiesloch, Duisburg und Erfurt) durchgeführt.Neben dem direkten ökologischen Nutzen zielte die Kampagne darauf ab, sowohl Unternehmensvertreter als auch Bürgerinnen und Bürger einer Stadt für die innerstädtischen Spielräume zum Erhalt der biologischen Vielfalt zu sensibilisieren und zu Akteuren zu machen. Es soll erprobt werden, ob der Zugang zu den beiden Zielgruppen – Bürger/innen und Unternehmen – über Projektpartnerschaften zu Bürgerstiftungen und Wirtschaftsverbände in den beteiligten Städten erreicht werden kann.

Projektziele

  • Gewinnung von Unternehmensvertreter/innen, Mitarbeiter/innen, Bürger/innen für den Erhalt der biologische Vielfalt.
  • Bildung von strategischen Allianzen die für eine nachhaltige ökologisch orientierte Entwicklung ihrer Städte eintreten. 
  • Entwicklung neuer innerstädtischen Spielräume für die biologische Vielfalt
  • Vernetzung mit städtischen Konzepten und Aktionen zum Schutz der Biodiversität

Tragen nur zehn Unternehmen einer Stadt mit jeweils einer Entsiegelung von 50 qm nicht-genutzter Funktionsfläche bei und werden naturnah begrünt, so gewinnt die Stadt eine für Pflanzen, Tiere und Menschen wertvolle Gesamtfläche von 500 qm.

 

Projektphasen

Das Projekt lief von April 2013 bis April 2016 und gliederte sich in drei Phasen

  • Mobilisierung und Wissenstransfer

In den drei Pilotstädten Duisburg (NRW), Erfurt (TH) und Wiesloch (BW) wurde über Veranstaltungen, einem Online- Wettbewerb und einer individuellen Status-quo-Analyse ein großer Kreis lokaler Akteure, Unternehmen und Bürger/innen für die Kampagne gewonnen. Ansprechpartner vor Ort waren die lokalen Bürgerstiftungen in den drei Städten.

  • Praktische Umsetzung

In dieser Phase fand die Entsiegelung und Begrünung von Firmengelände in den drei Pilotstädten statt. Dazu wurden Unternehmen gewonnen, die – von Landschaftsgärtnerinnen und -gärtnern beraten – die Entsiegelung und naturnahe Gestaltung von Teilen ihrer versiegelten Funktionsfläche in Angriff nahmen. An Pflanzaktionstagen konnten sich Mitarbeiter/innen der Betriebe und Bürger/innen an der Bepflanzung dieser Flächen mit einheimischen Pflanzgut beteiligen, Trockenmauern bauen etc. und übernehmen für einzelne Bereiche Pflanzpatenschaft.

  • Transfer und Verstetigung

Damit das Projekt nicht folgenlos bleibt, wurde spätestens in der letzten Phase intensiv an einer Fortsetzung der naturnahen Begrünung und an einer Weiterentwicklung zur Verbesserung der ökologischen Wirksamkeit gearbeitet. Ziel dabei war, durch eigene Erfahrungen, Akzeptanz bei Unternehmen und Bürger/innen für naturnahe Begrünung zu stärken und zu verbreiten und u.a. durch Pflanzenpatenschaften eine Verstetigung der Maßnahmen zu erreichen.

  • Projektmittel für die Unternehmen

Für die Umsetzung der Unternehmensflächen wurden folgende Sach- und Dienstleistungen im Wert von bis zu 5.500 Euro (inkl. MwSt.) aus den Projektmitteln getragen:

- Beratung des Unternehmens zu der naturnahen Umgestaltung der Unternehmensfläche
- Erstellung des Gestaltungsplan durch Naturgärtner/in
- Pflanzplanung 
- Pflanzmaterial und Bodensubstrat
- fachliche Begleitung der Pflanzaktion